Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Donauraum (EU-Donaustrategie)

Mehr als 100 Mio. Menschen leben in den 14 Staaten des erweiterten Donauraums. Deren Lebensbedingungen könnten unterschiedlicher kaum sein: enorme Arbeitslosigkeit auf der einen Seite, Exportrekorde auf der anderen. Wie kann das Zusammenleben zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer funktionieren, wenn Nachbarn derart unterschiedliche Wirtschaftskraft aufweisen.

Der Aufbau von Wohlstand für alle ist deshalb einer der vier Pfeiler der europäischen Strategie für den Donauraum. Die Donaustrategie ist vom Europäischen Parlament verabschiedet und wird nun umgesetzt. Ziele und Aktionen sind bislang nur grob beschrieben. Zur Präzisierung der Maßnahmen und dann zu deren Umsetzung bedarf es der Mitwirkung von Experten. Steinbeis ist in die Arbeit nationaler und internationaler Gremien der Donaustrategie eingebunden.

Dass Forschung und Innovation die Treiber für Unternehmenserfolg und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind, ist nicht nur in Baden-Württemberg bekannt. Für den ganzen Donauraum ist ein ausgebautes Technologietransfersystem gewünscht, das die zügige Umsetzung von Forschungsergebnissen in die betriebliche Praxis ermöglicht. Dringender Handlungsbedarf besteht vor Allem im östlichen Donauraum. Das Besondere: gerade dort stehen kurzfristig Fördermittel zur Verfügung mit denen die Projekte finanziert werden können. Das Steinbeis-Donau-Zentrum hilft, vor Ort den Bedarf zu erfassen und die nötige Akzeptanz für baden-württembergische Vorhaben zu schaffen.

Technologietransfer bedarf Abnehmern, die in der Lage sind, Forschungsergebnisse aufzunehmen und wirtschaftlich zu nutzen. Schwäche im Osten ist die langjährige Konzentration auf Lohnveredelung. Die Unternehmen sind kaum mit eigenen Entwicklungen auf dem Markt. Es bedarf aber auch leistungsfähiger, marktorientierter Forscher. Statt nachfrageorientiert zu Entwickeln wird noch immer zuerst geforscht und dann verwundert beklagt, dass die Ergebnisse die Industrie nicht interessieren. Die Donaustrategie erlaubt nun, bei allen Akteuren anzusetzen: Unternehmen werden innovativ, Forschungsinstitute arbeiten nachfrageorientiert, Transferinstitutionen verbinden Wirtschaft und Wissenschaft. Steinbeis und seine Partner wirken an den entscheidenden Stellen mit.

Kurzvortrag von Jürgen Raizner beim Steinbeis-Tag 2012

Stuttgart, 28.09.2012

(Abstract)

 

Mehr zum Steinbeis-Tag 2012

Дата последнего изменения  07. Октябрь, 2012